1803 erhält Landgraf Wilhelm IX. die lang ersehnte Kurwürde. Aus der Landgrafschaft Hessen wird „Kurhessen“, der Landgraf nennt sich seither Kurfürst Wilhelm I.

Der Staat Kurhessen erstreckt sich bis zur Annexion durch Preußen 1866 von dem heutigen Nordhessen und der Residenzstadt Kassel über Marburg auf einem schmalen Streifen im Osten nach Süden. Dort zog sich der Staat über Fulda bishin nach Hanau. Rinteln an der Weser und Schmalkaden in Thüringen bildeten Enklaven außerhalb des Staatengebildes.

Es gab vier Provinzen: Niederhessen im Norden (Cassel), Oberhessen mit der Provinzhauptstadt Marburg und die Provinzen Fulda und Hanau. Kurhessen hatte 1849 insgesamt 759.751 Einwohner, davon entfielen auf die Provinz  Oberhessen 118.370 Einwohner und auf den Kreis Kirchhain 27.268 Einwohner. Die Stadt Kirchhain hatte 1847 insgesamt 1890 Einwohner.

 

Wilhelm I.

 

Wilhelm II.

 

Friedrich Wilhelm

 

Name

Lebensdaten

Regierungszeit als Kurfürst

Faktische Regierungszeit

Wilhelm I. 1743 - 1821 1803 - 1821 1785 - 1821 (bis 1803 als Landgraf Wilhelm IX.)
Wilhelm II. 1777 - 1847 1821 - 1847 1821 – 1831 (danach faktisch nicht regierend)
Friedrich Wilhelm 1802 - 1875 1802 - 1875 1831 - 1866 (bis 1847 als regierender Mit-regent)